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"... In ihren Videoinstallationen durchlaufen geometrische Formen durch Licht und Bewegung subtile Verwandlungen und gewinnen so einen organisch-lebendigen Charakter. Die hier gezeigte Arbeit «2iPM009» (2009) gehört zu einer Werkgruppe, die Fernández als «Mobile Paintings» (Bewegliche Gemälde) bezeichnet. Auf der schwarzen Projektionsfläche entsteht durch Licht und Animation ein komplexes Formgewebe: Aus Punkten werden Linien, aus Linien werden Kreuzstrukturen, und so entwickelt sich ein immer dichteres Netz aus weissen Horizontalen und Vertikalen, die wie vibrierende Minus- und Pluszeichen erscheinen. Sie erinnern an Mondrians frühe, horizontal-vertikal gegliederte Kompositionen, etwa an seine Skizzenreihen «Kirchenfassade» oder die Bilderserie «Pier und Ozean» (1914/15). Für Mondrian markierten diese Studien mit dicht nebeneinandergesetzten, kurzen schwarzen Balken auf weissem Grund den entscheidenden Schritt weg von Naturnachahmung und Raumillusion zu einer ungegenständlichen, flächenbezogenen Malerei. Fernández bindet diese von Mondrian ursprünglich aus der Natur abgeleiteten geometrischen Grundformen wieder zurück an die Natur; es geht um die Wechselbeziehung zwischen Geometrie und Empfindung und um einen Kerngedanken der konkret-konstruktiven Kunst: dass die Geometrie als eine universale Ausdrucksform für alle Erscheinungen zu verstehen ist.
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